Zu den Sinnesorganen gehören in erster Linie, die lidlosen Augen, die an das Gewässer relativ gut angepasst und auf Nahsicht eingestellt sind. Jedoch kann das Sehvermögen nicht mit der der Raubfische verglichen werden. Raubfische haben ihre Beute hauptsächlich ihrem Sehvermögen zu verdanken und sehen daher um einiges besser als unsere friedfertigeren Freunde. Karpfen hingegen müssen sich bei der Jagd nach Beute oft auf ihren Tastsinn verlassen. Die dafür verantwortlichen Nerven liegen an den Lippen, im Mund, den Barteln und an der Vorderseite des Kopfes. Ebenso bedeutend bei der Nahrungssuche des Karpfen ist sein ausgeprägter Geschmackssinn, damit überlisten wir Angler die Gourmets immer und immer wieder oder auch oft nicht, wenn wir zu "schlechte" Boilies fischen.

 

Das besondere beim Geschmackssinn der Karpfen:

die hierfür verantwortlichen Nerven liegen auf der gesamten Haut des Körpers verteilt, d.h., Karpfen können z.B. mit dem Rücken schmecken. Unglaublich! Die Nase hat keine Verbindung zum Rachen, jedoch liegen in den Nasenhöhlen kleine Hautfalten die mit Riechschleimhaut überzogen sind.

Die Organe des Tastsinnes spielen ebenfalls eine große Rolle für die Nahrungssuche.

Sinnesorgane benötigt der Karpfen aber nicht nur um Nahrung zu finden, sondern auch um auf Gefahr und andere Ereignisse regagieren zu können. Mit Hilfe des Seitenlinienorgans kann der Karpfen harmlose Schwanzschläge von Friedfischen, Bedrohung, Druckwellen und Hindernisse erkennen bzw. spühren.

Das Gleichgewicht und die Lage im Wasser (Abstand zum Grund) wird mit Hilfe des Labyrinth und dem Drehgewichtsorgan geregelt.

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