Der Mensch hat auch beim Karpfen seinen züchtermanipulierenden Einfluss hinterlassen. Die gesamte Wildform hat ein natürliches, geschlossenes Schuppenkleid, hingegen haben die Zuchtformen eine lückenhafte Bedeckung. Von der schlanken Urform wurden hochrückige, fleischige, plump anmutende Haustiere. Die Stauchung des Körpers hat man mittels züchterische Verkürzung der Wirbelsäule verwirklicht.

Die Flossenformen neigen sich weniger variabel. Die Brustflossen, die verhältnismäßig dicht am Kiemendeckeln ansitzen reichen nicht ganz zum Ansatz der Bauchflossen. Die Afterflosse steht weit vom Körper im gestrecktem Zustand ab. Die Schwanzflosse ist genau in der Mitte bis zur Hälfte ihrer Länge eingebuchtet. Charakteristisch für den Karpfen ist seine Rückenflosse, die bis zu 26 stützende Strahlen haben kann.

Betrachtet man den Karpfen von vorne, so erkennt man an beiden Seiten jeweils 2 Barteln. Die unteren Barteln sind länger als die oberen Barteln. Hierbei kann man schon durch seinen Körperbau sehen, dass er ein Friedfisch ist und seine Nahrung vom Boden aufnimmt. Seine Färbung kann verschiedenartig sein, wobei der Rücken bläulich bis blaugrün oder ganz schwarz getönt ist. Die Seiten können auch verschiedenfärbig sein, z.B. bräunlich - silber, über blaugrün bis zu goldgelb ist alles möglich. Die unteren Flossen erscheinen manchmal in einem rötlicher Hauch, ansonst sind sie grünblau.

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