Der züchterische Einfluss des Menschen hat nicht nur die Bedeckung mit Schuppen, sondern auch die Größe der Einzelschuppen verändert. Man findet riesenhaft vergrößerte Schuppen, sowie auch Schuppen, die nur wenige Millimeter Durchmesser messen, am Körper der Fische.

Im 16. Jahrhundert wurden vermehrt Karpfen mit reduziertem Schuppenkleid gefangen. Nur den russischen Wissenschaftlern gelang es im Jahr 1930 diese Hintergründe aufzudecken und unterscheiden heute 4 verschiedene Beschuppungsformen:

1. Schuppenkarpfen

 

Seine Schuppen sind gleichmäßig angeordnet und stellen die Ausgangsform dar.

 

2. Spiegelkarpfen

 

Sie sind am weitesten in Deutschland bzw. im europäischen Raum verbreitet. Diese Karpfenformen haben ein reduziertes Schuppenkleid und stark vergrößerte Einzelschuppen oder Schuppenpartien, die meist in der Gegend der Flossenansätze auftreten, speziell aber auch in der Nähe der Schwanz- und Rückenflosse.

 

3. Zeilenkarpfen

 

Wie der Name schon sagt, diese Art des Karpfen hat größere Schuppen entlang der Seitenlinie, die dann auch doppelt sein oder auch mehrfach ausgeprägt sein kann.

 

4. Nackt- oder Lederkarpfen

 

Diese Art des Karpfen hat in idealer Weise keine Schuppen - völlig schuppenlos, in der Realität jedoch findet man oft einzelne Schuppen, die beliebig am Körper verteilt sein können. Da diesen Fischen die Schuppen fehlen, ist die Haut und die Schleimhaut etwas stärker ausgebildet - Lederhaut!

 

Gebiss

 

Der Karpfen ist ein Bodenfisch und nimmt seine Nahrung zumeist vom Gewässergrund auf. Durch die besondere Form des Maules kann er seine Nahrung wie Pflanzenteile und Kleintiere usw. damit regelrecht aufsaugen. Der Karpfen hat daher wie alle Cypriniden keine Zähe am Kiefer. Trotzdem wird die aufgenomme Nahrung mit zahnartigen Gebilden am unteren Schlundknochen - den sogenannten Schlundzähnen - auf den Verzehr durch den Gegendruck auf den Karpfenstein (Kauplatte) vorbereitet, also zerquetscht. Daher sind auch Boilies so erfolgreich, da nun der Karpfen meist diese Kugeln knacken kann - je härter die Boilies desto selektiver, d.h. die Köder werden beinahe nur mehr von Karpfen aufgenommen!

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