Einige Tag später folgte noch ein Black Bass mit fast 50 cm und somit hatte ich ein weiteres Ziel verwirklicht – der Fisch biss auf den selben Köder, wie die große Barbe … die Bisse an der Oberfläche mit der Fliegenrute sind einfach nur g…!

… mein Hausgewässer in Andalusien …

… was für ein Einschlag an der Oberfläche und welch ein cooler Drill …
In meiner Zeit dort besuchte ich noch einige großartige Stauseen – ich konnte riesige Fische sehen, wie diese dem Köder nachjagden, jedoch zu einem Biss konnte ich leider keinen dieser Schuppenträger überreden – die Gewässer sind extrem rein und die Fische nehmen einen sofort am Ufer wahr :-(
Einer meiner absoluten Favoriten war dann ein Stausee der hoch in den Bergen liegt – die Farbe des Sees ist azurblau und es kommt einwenig „Karibikfeeling“ auf ;-).

Laut meinen Recherchen sollte es hier Regenbogenforellen geben und tatsächlich keine 10 min dort und ich hatte die Fische am Platz. Wie immer nur Nachläufer – echte Bisse – Fehlanzeige, fischte 0,16 mm – feiner hatte ich nicht dabei und als ich dann so am Ufer entlang fischte, dann waren sie plötzlich wieder da, iberische Barben!
Dieses Mal nicht ganz so groß, wie in meinem „Hausstausee“, jedoch so 40 – 50 cm könnten diese schon haben – schoss es mir durch den Kopf!
Ich konnte einige Fische ausmachen, einige waren weit draußen, weit über der Wurfdistanz und einige patrouillieren doch immer wieder mal am Ufer entlang und/oder auf Wurfdistanz – fast nur Rollwurf möglich, weil das steile Ufer ließ keine Überkopfwürfe zu ;-)
Wahnsinn, hatte ich hier nun die Möglichkeit einen dieser Fische mit der
Trockenfliege zu „catchen“ ????
Ich „kletterte“ weiter mehr oder weniger am steilen Ufer entlang und plötzlich war eine Barbe nicht nur in Sichtweite, sondern auch in Wurfweite! Der erste Versuch mit einer Imitation von Insekten scheiterte mehrmals und so entschloss ich mich auf eine Modell mit Rehhaar zu wechseln. Nicht mal die Fliege gewechselt, war auf 2 Rutenlängen plötzlich eine interessierte Barbe zur Stelle – VORSICHT jetzt wird es ernst!
Der erste Wurf, der erste Kontakt, der zweite Wurf – Peng, die geht gleich ab, an der # 6-7 Rute ein Genuss!


Ich war viele Stunden an den verschiedensten Gewässern unterwegs (in Andalusien), doch eine Spezies rettete mir oft noch im letzten Moment den Angeltag. Die spanischen „Karpfen“ bissen dann auch, wenn sonst nichts mehr ging!


… ein Stausee in der Nähe von Córdoba … viele Fische sind am Köder interessiert, aber keine Bisse!
Nachdem der September und auch der Oktober in Spanien viel zu heiß waren, zog Ende Oktober dann schlechtes Wetter auf und die Fischerei wurde dann von Tag zu Tag zäher!
Die erste Novemberwoche genoss ich noch in vollen Zügen in Bezug auf die Fischerei (leider nur wenige Barsche) – ein letztes Mal fuhr ich an den See hoch in den Bergen, wo ich die beiden Barben mit der Trockenfliege überlisten konnte, doch neben einigen Fehlbissen von den Barben, war leider nichts mehr zu holen – doch, ich war nicht enttäuscht, nein, ich war sehr zufrieden und dankbar und dachte darüber nach, was ich die letzten Wochen alles erleben dürft!

Sicherlich war es die Fischerei hier in Spanien (extrem cool), aber es war auch meine Arbeit mit den spanischen Schülerinnen und Schülern und die familiäre Zusammenarbeit mit meinen Lehrer Kolleginnen und Kollegen und der spanische „way of life“ hier, so wie die gemeinsamen Aktivitäten außerhalb der Schulzeit etc.

… der Abschied fällt mir schwer :-( …
… was für nette Menschen :-) bzw. Freunde habe ich hier getroffen …. ich könnte noch so viel schreiben, doch das würde den Rahmen sprengen …


















